10 Tipps für eine erfolgreiche Datenmigration - Teil 2

6. CSV und andere Dateiformate vermeiden

In vielen Migrationsprojekten werden Dateiformate wie CSV oder aus Tabellenkalkulationen eingesetzt. Diese können jedoch nicht die Formatierungen gespeicherter Informationen aus relationalen Datenbanken korrekt ablegen und somit nicht transportieren. Zudem bestehen Limitierungen auf bestimmte Dateigrößen und auf die Anzahl von Datensätzen in einer Datei. Durch das Schreiben in Dateiformate werden Datentypen und Formate geändert, da das Dateiformat die Daten nicht anders darstellen kann. Somit entstehen andere Dateninhalte und der Verlust von Informationen. Dateninhalte werden in den meisten Fällen nur bei direkter, formatkonformer Übertragung von Datenbank zu Datenbank exakt reproduziert.

7. Alle Daten migrieren

Rechtliche Anforderungen an Datenhaltung werden immer restriktiver. Trotzdem werden in vielen Migrationsprojekten oft nur Stammdaten übernommen. Ein Verlust von digitalen Daten ist somit vorprogrammiert. Moderne Datenbanken können problemlos verschiedene Datenkreise steuern, neuartige Server stellen Speicherkapazitäten in großen Mengen preiswert bereit. Durch die Migration aller Daten liegen diese im Zielformat der neuen Software vor. Treten im Umfeld der neuen Software Fehler auf, können diese leichter evaluiert und behoben werden. Zudem sind die Daten schneller integrierbar und stehen von Anfang an für Reporting oder Datenbankabfragen in der neuen Software zur Verfügung.

8. Mit realen Prozesszeiten kalkulieren

Die vollständige Prozesszeit für die Übergabe der Daten an das Zielsystem sollte bekannt sein und auf realen Tests basieren, da Änderungen an Umgebungsfaktoren zu Veränderungen der Prozesszeiten führen. Wird die Migration auf einem unbenutztem Server getestet, die finale Migration erfolgt jedoch auf dem Altsystem, ergeben sich andere Durchgangszeiten. Tests zur Beurteilung der Prozesszeiten sollten immer auf den Systemen erfolgen, die für den späteren Betrieb bestimmt sind.

9. Automatisierung liefert reproduzierbare Ergebnisse

Das richtige Software-Werkzeug vereinfacht ein Migrationsprojekt erheblich. Ohne Automatisierung durch Software und durch viele manuelle Eingriffe können Durchgangszeiten und Ergebnisse stark beeinflusst werden. Eine gute Datenmigration bleibt ein aufwändiger Vorgang, jedoch kann eine gute Softwarelösung alle wesentlichen operativen Schritte einer Migration steuern, automatisch ausführen und kontrollieren. Unerwünschte Zustände oder Fehler in Daten können bereinigt werden. Ein optimaler Migrationsprozess erledigt die Prüfung, Abfrage und Übertragung der Daten prozessorientiert und in projektaffiner Form – schrittweise und systematisch.

10. Fallback und Wiederanlauf einplanen

Eine Migration kann auch scheitern, wenn alle vorhergehenden Tests erfolgreich waren. Sichern Sie sich ab, indem Sie Daten beispielweise mehrstufig und sukzessiv migrieren. So fallen Fallback- und Wiederanlaufszenarien weniger komplex aus. In jedem Fall sollten Sie diese einplanen und sicherstellen, dass diese möglichst vollständig auf den bereits bewährten Standards aufsetzen.

Zu den Tipps 1-5

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